Verfasst von: Wolfgang | 1. September 2009

Kann das sein…?

…, daß ich von meinem letzten Törn mit Gästen keine Fotos habe? Mit Silke und Martin ging es von Can Pastilla über Cala Pi Richtung Osten, rund um Punta da Salina zum „Mittwochs-Seele-Körper-Dusch-Stop“ in die meiner Meinung nach beste Marina von Malle: Cala d´Or. Ja, und dann geht es ja leider schon wieder Richtung Ausgangspunkt, wobei wir noch einen Abstecher nach Cabrera gemacht haben.  Es war leichtes Segeln, etwa so, wie man sich einen Genußtörn vorstellt. Und ja, die beiden haben dennoch nicht schlecht daran getan, an die Segelwoche eine „normale“ Urlaubswoche auf Mallorca anzuschließen. Silke schließlich war erstmalig auf dem Meer mit einer Yacht unterwegs. Das braucht Gewöhnung, wird doch von vielen Erstlingen unterschätzt… . Die See lebt, ist immer in Bewegung, neu und anders, als wie man es auf festen Boden gewohnt ist. Aber ja, es war für beide eine gute Zeit, anders eben, als wenn man den gewohnten festen Boden unter den Füßen hat. Was passiert, wenn fremde Leute auf so engen Raum ohne Ausgangstür für eine Woche zusammen leben? Keiner weiß das zuvor, wirklich keiner kann das wissen. Das soziale Zusammenkommen (sollte ich nicht lieber -leben sagen?) ist das eigentliche Abenteur bei einem Segeltörn. Wie gut oder schlecht einer segelt hängt von Talent, vielmehr aber auch von Erfahrung ab. Daher habe ich niemals eine Erwartung am seglerischen Können bei meinen Mitseglern. Vielmehr bin ich stets gespannt, wie das soziale Verhalten sein wird, bei jenen, die da irgendwann vor Aura stehen und sagen: „Hallo Wolfgang, wir  sind Deine Mitsegler für die nächste Woche… .“ Schließlich dringen sie in Dein Heim ein und sind dann nunmehr einfach „gegenwärtig“. Tag und Nacht, Stunde für Stunde. Seglerisch werden sie dann vielleicht hier und da von mir etwas lernen, neue Erfahrungen machen, den Genuß der See spüren, vielleicht auch mal respektvoll die Macht, die Kraft der See mitbekommen.  Gerne geben ich meinen Mitseglern dazu etwas mit, für ihre weiteren Törns, dem Sein auf dem Meer. Darüber hinaus ist es weitaus interessanter, wie sich die persönlichen Beziehungen zeigen, entwickeln und ausleben. Gespräche, Erfahrungsaustausch, Feelings, das Gemüt und der Umgang miteinander auf knappen 18 qm Lebensraum in einer Woche: das ist der Wert oder auch das Drama bei einem Segeltörn.  Oder anders gesagt: Was bleibt, nachdem der Törn beendet ist? Vielleicht eine gute Erinnerung? Oder gar ein: „Laß uns in Kontakt bleiben, schön war es mit euch!“ So war es dann auch mit den beiden. Und ja: wir bleiben in Kontakt – schön war´s, wir hören voneinander.

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