Verfasst von: Wolfgang | 11. Februar 2009

Immer noch auf Korfu, Marina Gouvia

Soweit wir das heute beurteilen können, werden wir vor dem 15. Februar nicht weiterkommen. Hier in der Marina liegen wir geschützt – rund um uns Gewitter, alle halbe Stunde starker Regen. Heute legt zum Wasser bunkern und tanken eine Überführungsyacht hier an. Die kommen aus Kopa (Slowenien) und hatten es so richtig mies. Aber sie sind zu viert, die Yacht groß. Von Spaß jedenfalls keine Rede, wie mir der Skipper kurz mitteilte. Die Warterei, der tägliche, hoffnungsvolle Blick auf alle möglichen Wetterquellen (mit dann schlechten Prognosen) und der ständige Regen hier sind nervig. Manchmal denke ich mir, was soll ´s, wir haben eine hochseetüchtige Yacht. Prügeln wir sie doch einfach durch. Aber nein, natürlich werden wir – soweit möglich – jedes Risiko ausschließen. Also: weiterhin abwarten, Tee oder auch etwas anderes trinken. Leider ist hier in der Marina noch dazu „total tote Hose“. Die bewohnten Schiffe kann man an der Hand ablesen, kaum einer verläßt sein Boot und wenn, dann nur am Samstag abend auf einen Drink im „Navigators“. Das Social Life ist also sehr begrenzt, zumal der Ort Gouvia wirklich nur in der Saison lebt. Korfu Stadt hingegen ist quirlig und auch im Winter lebendig. Dazu ist diese Stadt sehr schön – der venezianische Einfluß nicht zu übersehen. Aber die hatten wir uns nun schon vor Jahren ausgiebig angeschaut. Und bei diesem Wetter … .

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Responses

  1. Hej Aura!
    Wie war das doch geich? Segeln ist eine Schule der Geduld. Wenn ich so drüber nachdenke was eigentlich das Langzeit-Fahrtensegeln ausmacht dann ist es die
    Freiheit: Es gibt nur zwei „Bestimmer“, die Crew und das Wetter. Diesmal ist es bei Euch das Wetter. Wenn ich dagegen Revue passieren lasse, wer und was mein Leben an Land in dieser Woche so bestimmt, dann komme ich auf mindesten zehn, wenn nicht sogar mehr! Zumindest empfinde ich das so.
    Macht Euch ’ne schöne Zeit auf Korfu
    Bis später!
    Andreas

  2. Hallo Ihr Zwei Lieben,
    so gesehen hast Du natürlich Recht, Andreas. Was beschweren wir uns eigentlich?
    Was zur Zeit den Skipper nervös macht, sind die oft sehr unterschiedlichen Wetterinfos der diversen Quellen. Zur Motivation habe ich gestern mal wieder bei Herrn Erdmann (Segeln mit…) reingelesen, wie er sich bei Bft. 7 vor Kap Horn doch mal überlegte, ob nicht langsam ein zweites Reff im Groß angebracht sei… . 😉
    Nein, wir dürfen uns nicht beklagen, andere träumen von dem, was wir gerade machen. Nur schade, daß es jetzt auch noch so zapfig kalt wird. Dazu schnieft Ilonka seit Wochen und wird ihre latente Erkältung nicht so richtig los.
    Was uns sehr freut und total schön ist, daß ihr irgendwie dabei seid und alles mitverfolgt.
    Auf bald!
    Ilonka, Wolfgang & Paxos

  3. Hej Ihr drei! habe gerade mal das Wetter im Ionischen gecheckt. Sieht so aus als gäbe es da eine recht gute prognose für Montag und Dienstag nach Otranto zu gelangen. Das heisst aber gaaaaaaanz früh los und der vierbeinigen Crew ins Gewissen reden gefälligst von ausgedehnten landgängen Abstand zu nehmen.
    Ab Dienstag Nacht nämlich wieder Ausbildung eines Tiefs über Süditalien. Da ist man dann in Otranto für ein paar Tage ganz gut aufgehoben. Zum Wochenende schliesslich wieder angenehmer Nordwind…
    Wenn das mal alles so stimmt:-)
    Guckt am besten selber mal in Poseidon und Wetteronline.

    Haben gestern wieder mal Pläne geschmiedet. Die Website der NERAIDA (Lefkas) hat es uns angetan, besonders das Schiff…….. und der kleine Film über die archaische Schlittentechnik mit der in Griechenland vielerorts Boote aller Grössen aus dem Wasser geholt werden (http://www.neraida.de/…).
    Dort gibt es übrigens auch ein interessantes Bild einer vollständig zugesetzten Toillettenventils. Im vergangenen Jahr waren wir gezwungen den Abflussschlauch unseres guten Schätzchens zu tauschen. Nur drei Jahre nach Tausch aller Schläuche in diesem so sensiblen Bereich eigentlich ein Unding und wir brauchten lange um es uns zu erklären. Das eine Jahr im Mittelmeer hat in der Schlauchkrümmung (über der Wasserlinie) eine seltsame Ablagerung gebildet. die steinhart war und nur mit viel Gewalt entfernt werden konnte. Den Job habe ich Gitta überlassen. Ihre Schlauchausbuete nach zähem Bohren: Jede Menge harte Brösel, beige/graue Farbe, kristalline Struktur, sah aus wie brauner Rohrzucker, war aber wohl Salz mit Beimischung aller möglichen menschlichen Exkremente. Das dies möglich ist in so kurzer Zeit ,hätten wir nie gedacht. deswegen unsere Empfehlung: Alle Abwasserschläuche mindestens ein Mal im Jahr demontieren und checken. Besonders die, die „trockenfallen“. MeineThese: Genau in diesem Bereich bauen sich nach Abtrocknung Salzschichten auf und sammeln fleissig Feststoffe von der gelegentlich vorbeifliessenden Masse. Nach einem Jahr ist dann aus einem komfortablen 35mm Durchlass ein 10mm Röhrchen geworden. Das da überhaupt noch was durchgeht…??? Merken tut man es erst wenn gar nix mehr geht, was natürlich immer im ungünstigsten Augenblick passiert.
    In diesem Sinne, appetitliches Werkeln.
    Lasst von Euch hören wie und wann es weitergeht.
    bis dann
    Lucca’s Crew und die Kater!


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